11. September 2026
Eine Zählliste für fünf Tage. Danach wissen Sie, ob sich das Thema für Sie lohnt: die sieben Anfragen, die zwischen 17 und 22 Uhr am häufigsten liegen bleiben.
Zwischen 17 und 22 Uhr passiert in vielen Betrieben im Zollernalbkreis dasselbe: Die Kunden haben jetzt Zeit, der Betrieb nicht mehr. Die Anfragen kommen trotzdem. Sie warten bis zum nächsten Morgen, bis zum Küchentisch, oder für immer.
Diese Liste nennt die sieben, die am häufigsten liegen bleiben. Drucken Sie sie aus, legen Sie sie fünf Arbeitstage neben das Handy und machen Sie einen Strich pro Anfrage, mit Uhrzeit des Eingangs und Uhrzeit der Antwort.
„Ist der Wagen noch da?" um 19:40 Uhr über mobile.de oder AutoScout24. Der Interessent schreibt in derselben Minute zwei weitere Händler an. Laut matelso Lead-Management-Studie 2024 wechseln 43 Prozent der Interessenten nach vier Stunden ohne Rückmeldung den Händler oder die Marke.
Zählen Sie: Eingang, Antwort, und ob der Wagen am Ende bei Ihnen gekauft wurde.
Ein Foto vom Armaturenbrett, dahinter: „Was kann das sein?" Beim Gebrauchtwagenkauf wollen 60 Prozent der Kunden den ersten Kontakt digital, fast jeder vierte per WhatsApp (DEKRA/Ipsos Gebrauchtwagenstudie 2025). Im Handwerk schreiben zwei von drei Betrieben ohnehin per Messenger mit Kunden (Bitkom, Digitalisierung des Handwerks 2026).
Zählen Sie: Wie viele WhatsApp-Nachrichten kommen nach 18 Uhr, und wie viele davon beantworten Sie noch am selben Abend vom Sofa aus?
„Haben Sie nächste Woche einen Termin für Reifen frei?" 53 Prozent der Fahrzeughalter möchten Termine per WhatsApp oder App vereinbaren, 21 Prozent können das bei ihrer Werkstatt (DEKRA/Ipsos Aftersales-Studie 2026, 1.000 Fahrzeughalter).
Zählen Sie: Formularanfragen nach Feierabend und wie viele davon zu einem Termin werden.
„Ist mein Auto fertig? Kann ich es morgen früh holen?" Zwei von drei Fahrzeughaltern wünschen sich eine Statusmeldung zur Reparatur, jeder vierte bekommt sie (DEKRA/Ipsos 2026: 65 zu 27 Prozent). Wer keine bekommt, ruft an oder schreibt, meistens abends.
Zählen Sie: Statusfragen pro Tag. Jede einzelne ist eine Meldung, die Sie hätten vorher schicken können.
Für 61 Prozent der Fahrzeughalter bleibt das Telefon der liebste Erstkontakt (DEKRA/Ipsos 2026). Wie viele Anrufer nach Feierabend eine Nachricht hinterlassen und wie viele nochmal anrufen, weiß für Werkstätten niemand belastbar. Deshalb ist das Ihre eigene Zahl.
Zählen Sie: Anrufe in Abwesenheit nach 18 Uhr, Nachrichten auf der Mailbox, Rückrufe, die Sie am nächsten Tag noch erreichen.
„Was kostet bei Ihnen der Zahnriemen am Golf 7?" Die E-Mail ist mit 48 Prozent der meistgenannte digitale Erstkontakt (DEKRA/Ipsos Gebrauchtwagenstudie 2025). Sie landet im selben Postfach wie Lieferanten, Werbung und der Steuerberater.
Zählen Sie: Mails von Kunden nach Feierabend und wie lange sie im Postfach liegen, bis jemand sie öffnet.
„Machen Sie auch Klimaservice?" unter dem letzten Beitrag oder als Direktnachricht. Die Frage ist ernst gemeint, aber sie steht an dem Ort, den im Betrieb niemand regelmäßig öffnet.
Zählen Sie: Kommentare und Nachrichten mit einer echten Frage, und wer sie wann beantwortet.
Addieren Sie die Striche. Rechnen Sie den Durchschnitt zwischen Eingang und Antwort aus. Dann eine ehrliche Frage: Welche dieser sieben Anfragen braucht wirklich Sie, und welche braucht nur eine Antwort in Ihrem Ton, in Minuten, die Sie am nächsten Morgen mit einem Blick freigeben?
Wenn Sie Ihre Zahl haben und wissen wollen, was davon bei Ihrer Betriebsgröße automatisch gehen kann: Schreiben Sie mir. Ich lese jede Anfrage selbst.
Wenn Sie wissen wollen, was bei Ihrer Betriebsgröße automatisch gehen kann: Schreiben Sie uns. Jede Woche kommt ein kurzer Fall aus einem Betrieb in der Region dazu, per Mail über unseren Newsletter.